Kurze Zusammenschau der Synodenergebnisse für den Weg zu einer synodalen Kirche

26. März 2025

 

Broschüre des Österreichischen Pastoralinstituts:  Eine kurze Zusammenschau der Synodenergebnisse 

Als Impuls zur Umsetzung und Vertiefung der Ergebnisse des Synodalen Prozesses hat das Österreichische Pastoralinstitut (ÖPI) eine Handreichung erarbeitet. Die Österreichische Bischofskonferenz hat die Handreichung für die Weiterarbeit sehr empfohlen.

Das ÖPI schreibt, dass die Ergebnisse und Beschlüsse der letzten Weltsynode im Oktober 2024 besonders wichtig sind, weil sie das Endergebnis des weltweiten Prozesses seit 2021 darstellen. Das schriftliche Schlussdokument wurde von Papst Franziskus noch am Tag der Abstimmung als sein Dokument, als Teil des ordentlichen Lehramts angenommen und zur Umsetzung freigegeben. Das bedeutet, dass alle Diözesen in der Welt schon beginnen sollen, diese Ergebnisse in ihrer Ortskirche zu interpretieren und umzusetzen.

Die Realisierung werde die Katholische Kirche wesentlich verändern und ihr ein neues Gesicht geben. Die Handreichung will eine leicht lesbare kurze Zusammenstellung der Ergebnisse geben – die Ergebnisse quasi zum Mitnehmen in der Tasche zur Verfügung stellen.

Die Broschüre wird in Kooperation mit der Synodalitätskommission der Schweizer Bischofskonferenz herausgegeben. Zur Entstehung der Broschüre hat Fredy Bihler, der Geschäftsführer der Synodalitätskommission, bei Gabriele Eder-Cakl, der Direktorin des Österreichischen Pastoralinstituts (ÖPI), nachgefragt:

 

Du warst während der letzten Sitzung der Synode zur Synodalität selber in Rom dabei. Jetzt hast Du eine kurze Zusammenstellung der zentralen Aussagen der Synode für die Kirchen im deutschsprachigen Raum verfasst. Was ist Dir persönlich an der Synode 2021 – 2024  für eine synodale Kirche so wichtig?

Ich glaube fest daran, dass sich die Kirche verändert, wenn wir ernst nehmen, dass alle ihre Gaben und Fähigkeiten einbringen und Mitverantwortung übernehmen. Es kann dann eben nicht sein, dass eine Person allein entscheidet und die Richtung vorgibt. Von den Gottesdiensten angefangen bis zum sichtbaren Christsein heute, wird das Kirchenleben vielfältiger und lebensnaher. Und die Frauen und verschiedenen Lebenskonzepte werden mehr geschätzt.

Was ist die Absicht dieser kurzen Zusammenstellung?

Es geht darum, dass die Ergebnisse des synodalen Prozesses leicht lesbar sind und einfach mit ihnen gearbeitet werden kann – in den Pfarreien oder Gruppen vor Ort. Dann können viele etwas damit anfangen und werden das Miteinander auch leben und umsetzen.

Wenn unsere Kirche synodaler wird. Woran werden wir das erkennen? Was meinst Du?

Es ist gut, dass die Weltsynode sehr deutlich sagt, wie gemeinsame Entscheidungen konkret getroffen werden können (Seite 18 im Schlussdokument) und was es bedeutet, niemanden auszuschließen (Seite 13-15). Auch die gemeinsame Ausbildung aller Getauften für die Mitgestaltung der Kirche wird genau beschrieben (Seite 24) oder das synodale Gespräch im Geist (Seite 32/33). Wenn das wirklich gemacht wird, so wie es da steht, dann wird Synodalität erlebbar.

Deine kurze Zusammenfassung stösst international auf grosses Interesse. Woran liegt das Deiner Meinung nach?

Ich freue mich sehr, dass das Interesse an dem Heft so gross ist. Es soll ja auch in andere Sprachen übersetzt werden. Ich denke, alle suchen nach einer verständlichen und kurzen Zusammenstellung der Endergebnisse und brauchen die wesentlichen Inhalte auf wenigen Seiten zusammengestellt. Schön, dass wir hier — Österreich und Schweiz — zusammenarbeiten.

 

In französischer Sprache liegen zwei Hinführungen zum Schlussdokument der Synode vor: